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FC Thun

Super League: Thuns Meisterparty ist nach 0:1 gegen Lugano vertagt

Ezgjan Alioski, mitte, von Luganofeiert sein Penalty Tor zum 0:1 vor Valmir Matoshi, links, und Marco Buerki, rechts, beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Thun und dem FC Luganovom Sa ...
Luganos Ezgjan Alioski schiesst Lugano in der Nachspielzeit zum Sieg in Thun.Bild: keystone

Lugano wird erneut zum Stolperstein – Thuns Meisterparty ist vertagt

Der FC Thun hat es verpasst, den ersten Matchball zum Meistertitel zu verwandeln: Das Heimspiel gegen den FC Lugano geht 0:1 verloren.
25.04.2026, 19:0026.04.2026, 00:03
michael lehmann / keystone-sda

Ein Sieg wäre nötig gewesen, damit sich die Berner Oberländer zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte zum Schweizer Meister hätten krönen können. Über 10'000 Fans gingen ins Stadion, um diesen womöglich historischen Moment live mitzuerleben. Doch die Tessiner – das einzige Team der Liga, das in dieser Saison eine positive Bilanz gegen Thun vorweisen kann – machten der vorzeitigen Party einen Strich durch die Rechnung.

In einer intensiven Schlussphase, in der beide Teams den Siegtreffer suchten, kam Lugano in der Nachspielzeit nach einem Konter zum siegbringenden Penalty. Diesen verwandelte der eingewechselte Ezgjan Alioski in der 97. Minute mit einem satten Schuss in die Tormitte. Damit setzten sich die Tessiner zum dritten Mal in Folge mit 1:0 gegen Thun durch.

«Es ist mühsam. Wir haben uns für dieses Spiel mehr vorgenommen. Wir haben gegen Lugano irgendwie Mühe, unser Spiel aufzuziehen. Wir können nicht zufrieden sein, dass wir die Party fallen gelassen haben.»
Leonardo Bertone, FC Thun.

Wie schon in den letzten beiden Duellen hatte Trainer Mattia Croci-Torti sein Team hervorragend eingestellt. Die Gäste liessen defensiv lange kaum etwas zu und behaupteten bei gegnerischen Standardsituationen meist die Lufthoheit. Da den Thunern angesichts des greifbaren Triumphs die nötige Lockerheit fehlte, entwickelte sich eine zerfahrene Partie mit hart umkämpften Duellen und giftigen Wortgefechten, aber nur wenigen Torchancen.

Dies änderte sich erst in der zweiten Halbzeit, als beide Mannschaften zielstrebiger nach vorne spielten. Dabei verzeichnete Lugano die etwas besseren Möglichkeiten, die beste vergab Hadj Mahmoud in der 85. Minute. Die Thuner blieben vor allem durch Konter gefährlich, am Ende fehlte ihnen aber das nötige Glück.

Trotz des verpassten Heimerfolgs ist der Titelgewinn nur noch eine Frage der Zeit – und könnte bereits am Sonntag feststehen. Dabei ist der FC Thun allerdings auf Schützenhilfe des Kantonsrivalen angewiesen: Holt der BSC Young Boys im Heimspiel gegen St. Gallen mindestens einen Punkt, wird Thun «auf dem Sofa» Schweizer Meister.

«Wir haben gesagt, dass wir hier keine Party und keinen Platzsturm sehen wollen. Wir haben hart gekämpft und zwischendurch auch etwas Glück gehabt. Es sind für uns wichtige drei Punkte und am Ende ist es auch ein verdienter Sieg. Es war wichtig, dass wir ihre langen Bälle gut absichern konnten. Das ist uns in der zweiten Halbzeit besser gelungen, wir konnten sie so von unserem Tor weghalten.»
Renato Steffen, FC Lugano.

Die Mannschaft wird die Partie gemeinsam beim Public Viewing in der Stockhorn Arena verfolgen. Eine grosse Meisterparty an diesem Wochenende bleibt also weiterhin möglich.

Thuner Fans zuenden Pyros im Fussball Meisterschaftsspiel der Swiss Super League zwischen FC Thun, FCT, und FC Lugano, LUG, vom Samstag, 25. April 2026 in Stockhorn Arena in Thun. (KEYSTONE/Peter Schn ...
In Thun war alles angerichtet für die Meisterparty. Bild: keystone

Thun - Lugano 0:1 (0:0)
10'014 Zuschauer. - SR Cibelli.
Tor: 97. Alioski (Penalty) 0:1.
Thun: N. Steffen; Bamert, Montolio (5. Dähler), Bürki, Heule; Bertone, Käit (74. Dursun); Fehr (62. Matoshi), Imeri (62. Meichtry); Ibayi (74. Labeau), Rastoder.
Lugano: Von Ballmoos; Papadopoulos, Mai, Delcroix; Zanotti, Bislimi (89. Pihlström), Grgic, Cimignani (77. Alioski); R. Steffen (89. Bottani), Koutsias (57. Behrens), Daniel Dos Santos (46. Mahmoud).
Verwarnungen: 33. Heule, 36. Papadopoulos, 46. Fehr, 53. Zanotti, 81. Mahmoud, 95. Bürki, 100. Alioski. (abu/sda)

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